JHV 2014: Damenriege der Freiwilligen Feuerwehr Baddeckenstedt geehrt

Zum ersten Mal eröffnete Wilfried Rothert als Ortsbrandmeister mit der Begrüßung aller Anwesenden die Jahreshauptversammlung der FF Baddeckenstedt im  Gasthaus Woltmann/Schiller.

v.l.n.r. Janina Sperling, Yvonne Harder, Jens Kapahnke, Melanie Müller, Jörg Eisebitt, Nadine Fürch, Wilfried Rothert, Gerhard Schrader und stlv. Gemeindebrandmeister Hartmut Schachteli v.l.n.r. Janina Sperling, Yvonne Harder, Jens Kapahnke, Melanie Müller, Jörg Eisebitt, Nadine Fürch, Wilfried Rothert, Gerhard Schrader und stlv. Gemeindebrandmeister Hartmut Schachteli

Nach den Grußworten des Baddeckenstedter Bürgermeisters Henning König und des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters Hartmut Schachteli blickte Rothert auf das vergangene Jahr zurück: es gab 18 Alarmierungen zu Brandeinsätzen und 15 weitere zu technischen Hilfeleistungen. Dieses Zahlenverhältnis war eher untypisch, da in den letzten Jahren die Feuerwehr öfter zu Hilfeleistungen als zu Bränden gerufen wurde. Und so war auch die Aufzählung im Einzelnen hinsichtlich der Brandbekämpfung sehr umfangreich. Allein in Baddeckenstedt brannte es 4mal. Allesamt verliefen ein Schornsteinbrand sowie zwei weitere Brände an gleicher Stelle glimpflich ab. Bei Feuer Nummer 4 handelte es sich um einen Brandmeldereinlauf bei der Caritas: es war Marmelade angebrannt. Auch hier kam niemand zu Schaden. Aber in den Nachbarorten kamen einige Betroffene nicht so schadlos davon.  Am Schlimmsten traf es die Eigentümer eines Hauses in Heere. Dieses gleicht einer Ruine und ist nicht mehr bewohnbar. Aber auch Feuer in Gustedt, Rhene und Oelber richteten nicht unerheblichen Schaden an.


Unfälle waren 7mal Grund einer Alarmierung. Den schwersten gab es zwischen Steinlah und Gebhardshagen abzuwickeln, als eine Frau mit ihrem Wagen gegen einen Baum prallte. Die weiteren Einsätze waren technische Hilfeleistungen verschiedener Art. Die meiste Zeit beanspruchte die Hochwassersituation im Mai. Das Gewerbegebiet Am Park in Elbe, insbesondere die Firma Eurokern, galt es von Wasser zu befreien bzw. vor erneutem Wassereinbruch zu schützen. Aber auch die damalige Polizeistation Zur Rast und eine KFZ-Werkstatt waren Einsatzorte. Außerdem gab es 2mal Schadstoffe auf Gewässern zu beseitigen und Tierrettungen von Schafen und einem Pferd aus der Innerste.

Aber eine Freiwillige Feuerwehr wird nicht nur bei Ernstfällen aktiv: Fortbildungen gehören auch in jeden Jahresrückblick. Philipp Scholz absolvierte einen Truppführer- und Sebastian Ladwig einen Gerätewartlehrgang. Jörg Eisebitt, Monika und Wilfried Rothert bildeten sich für Hilfeleistungen bei alternativen Antrieben fort.

Organisiert wurden auch Festlichkeiten am Feuerwehrhaus. Das aus Witterungsgründen kurzfristig umgestaltete Osterfeuer mit Feuerkörben am Feuerwehrhaus wurde so positiv aufgenommen, dass in der Adventszeit die Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste aus Nachbarorten zu einem ähnlichen Fest begrüßt werden konnten.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde es dann ein wenig feierlich, denn es standen Ehrungen und Beförderungen in nicht unerheblichem Umfang auf der Tagesordnung. Zunächst wurden Nadine Fürch, Yvonne Harder, Melanie Müller, Janina Sperling und Jens Kapahnke für 25-Jährige aktive Dienste im Feuerlöschwesen durch den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Hartmut Schachteli geehrt. Danach ging es für Nadine Fürch mit einer Beförderung zur Hauptlöschmeisterin weiter. Jörg Eisebitt wurde zum Brandmeister und Wilfried Rothert zum Oberbrandmeister befördert. Eine weitere Ehrung erfuhr Gerhard Schrader, der für seinen Einsatz an der Elbe einen Hochwasserorden verliehen bekam.

Es folgten die Tätigkeitsberichte der verschiedenen Funktionsträger und ein Ausblick auf die Vorhaben des laufenden Jahres.

Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorlagen, konnte Wilfried Rothert den offiziellen Teil der Versammlung schließen und alle Anwesenden hatten die Möglichkeit, sich bei einem deftigen Imbiss zu stärken.